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Dorfblatt Nr. 28
Die
Angst wird größer
A 20 wird zur Bedrohung für die Heistmer
Bevölkerun
Rettet eine Libelle die Haseldorfer Marsch?
Einwohnerversammlung: Wann
werden die Heistmer informiert?
Kommentar von Theo Hannken:
Warum kein Aufschrei aus der Bevölkerung?
Kleiner gemischter
Chor
Konzert zum 5. Geburtstag
Gestatten
Susanne Buchsteiner-Voigt
Die FWH: Politisch erfolgreich
Kosmetik, Fußpflege
und Reiki
jetzt auch in Heist
Ausbau des Parkplatzes am Friedhof
Die Wurzelkinder trotzen Wind und Wetter
Wieder Flohmarkt auf dem Schulhof
Die Angst wird größer
A 20 wird zur Bedrohung für die Heistmer Bevölkerung
Heist – Eine Libelle könnte bei der endgültigen Trassenfestlegung
der A 20 von Gewicht sein: Das Kieler Institut für Landschaftsökologie,
das die Umweltverträglichkeit des Autobahn-Projektes untersucht, hat
eine „tieffliegende Großlibelle“ in der Haseldorfer Marsch entdeckt,
die nicht über eine Autobahn fliegen darf. Und das ist kein Witz:
Sie muss nach EU-Richtlinien geschützt werden. Nur ein Langtunnel
könnte Abhilfe schaffen.
Heist – Eigentlich soll in jedem Jahr eine stattfinden. Aber wer erinnert sich noch an die letzte Einwohnerversammlung? Lang, lang ist es her. Während der letzten Gemeindevertretersitzung wurde Bürgermeister Carstens nach einem Termin gefragt. Die Anwort: Es gebe keine Themen. Diese Aussage hat die Zuhörer in Erstaunen versetzt - hat es doch selten brisantere und interessantere Themen in Heist gegeben. Eine kleine Auswahl: Bau der A 20, Bau eines Autobahnzubringers durch Heist, Neubau einer Sporthalle, Erweiterung der Schule, Erweiterung des Kindergartens, Dorfjubiläum und Dorffest. Also, Herr Bürgermeister, wann werden die Einwohner informiert?
Kommentar von Theo Hannken:
Warum kein Aufschrei aus der Bevölkerung?
FWH-Gemeindevertreter Theo Hannken ist Experte in Sachen A 20. Schon
seit 1998 hat er sich um die Thematik gekümmert und ist aktiv geworden.
Er ist einer der Sprecher der Bürgerinitiative Hetlingen und gehört
zu den Initiatoren der Heistmer Bürgerinitiative.
Er ist enttäuscht über das Verhalten der anderen Ratsfraktionen
in Heist und wundert sich, dass es nicht schon längst einen „Aufschrei“
aus der Bevölkerung gegeben hat.
„Die FWH hat schon vor drei Jahren die Pläne der Kieler Landesregierung
bekannt gemacht und vor den Folgen für Heist gewarnt. Immer
wieder wurde die Problematik im Dorfblatt aufgegriffen, Spitzenpolitiker,
wie Verkehrsminister Rohwer oder Volker Rühe, aber auch Landtagsabgeordnete
wurden dazu interviewt. Deshalb ist es für mich erstaunlich, dass
sich aus der Bevölkerung kein Protest geregt hat.
Auch SPD und CDU im Ort haben stets so getan, als gäbe es diese
Problematik nicht. Zweimal hat die FWH im Gemeinderat Resolutionen gegen
den Bau der A 20 in unmittelbarer Nähe unseres Ortes eingebracht,
die von den anderen Fraktionen mitgetragen wurden.
Eine ideelle Unterstützung der Bürgerinitiative Hetlingen
wurde jedoch abgelehnt. Teilweise mit Argumenten, die für mich haarsträubend
sind: Weil bei einer Demonstration Bauwagen umgekippt werden könnten,
wollte die CDU keine Unterstützung der Initiative. Das ist eine
Ohrfeige für intelligente Mitbürger, die sich in dieser Sache
engagieren.
Die FWH hat deshalb die Initiative ergriffen und die Gründung
einer Bürgerinitiative angeschoben. Allerdings soll der Protest nicht
zur eigenen Angelegenheit gemacht werden: Zwar hat die FWH der Initiative
eine finanzielle Starthilfe gegeben, ansonsten soll sie aber überparteilich
und ohne Einfluss der Heistmer Politiker agieren“.
Heist – Seit genau fünf Jahren ist der „Kleine Gemischte
Chor“ in der bunten Heistmer Chorszene aktiv. Er ist ein etwas anderer
Chor - und das im doppelten Sinne: Erstmals singen in Heist Frauen und
Männer gemeinsam, außerdem unterscheidet sich das Repertoire
von denen der anderen beiden Chöre in der Gemeinde. Eine ideale Ergänzung
also zu den traditionellen Chören in Heist.
Ein Ständchen bei einer Silberhochzeit brachte den musikalischen
Stein ins Rollen: Die Akteure hatten so viel Spaß an der Sache, dass
sie recht spontan beschlossen, einen neuen Chor zu gründen. 14 Sängerinnen
und Sänger waren bei der Gründung am 29. April 1996 dabei, darunter
gleich mehrere Ehepaare. Unter Chorleiterin Susanne Buchsteiner-Voigt,
die zu diesem Zeitpunkt auch noch musikalische Leiterin des Männerchores
„Hoffnung“ war, wurde ein interessantes Repertoire aus traditionellem Liedgut,
aus Madrigalen sowie Songs aus Pop und Jazz entwickelt. Hinzu kam später
internationale Folklore aus Afrika, Frankreich, Schweden, Finnland, Israel
und den Osterinseln. Es wird gesungen was gefällt - aber es muss zum
Chor passen und gut klingen.
Geprobt wird montags in der Aula der Heistmer Grundschule. Ein- bis
zweimal im Monat stößt mit dem Kantor der Wedeler Rolandkirche,
Martin Baldenius, ein Stimmbildner dazu, der dann mit den 19 aktiven Sängerinnen
und Sängern gründlich arbeitet. Fünf Gründungsmitglieder
singen heute noch im „Kleinen Gemischten Chor Heist“.
Demnächst haben die Heistmer Gelegenheit, sich den jüngsten
Chor in der Gemeinde anzuhören. Der fünfte Geburtstag des Chores
wird am 24. Juni im Lindenhof mit einem öffentlichen Konzert gefeiert.
Beginn: 16 Uhr. Mit dabei ist die Gruppe „Musicaliente“, in der Chormitglied
Waltraut Brauer aktiv ist.
Heist – „Die FWH hat sich in den vergangenen Jahren als aktivste
politische Gruppierung in Heist etabliert“, das stellte die wiedergewählte
Vorsitzende der Wählergemeinschaft, Sylvia Marquard, während
der Jahreshauptversammlung fest. Mit einer Fülle von Initiativen sei
für „Bewegung“ in Heist gesorgt worden.
Die rund 40 Anwesenden bei der Jahreshauptversammlung konnten zufrieden
feststellen, dass die aktiven Gemeindepolitiker in der FWH in den vergangenen
drei Jahren sehr rege waren. Das sind einige der Anträge, die von
der FWH seit der letzten Kommunalwahl im Jahre 1998 erfolgreich eingebracht
worden sind:
– Erweiterung der Grundschule.
– Zwei Resolutionen gegen den Bau der A 20 durch die Haseldorfer
Marsch.
– Sanierung diverser Straßen.
– Neuaufstellung von Buswartehäuschen aus Plexiglas mit Photovoltaik-Anlagen.
– Der geplante Neubau der Sporthalle wurde ebenfalls von der
FWH initiiert.
Das sind die neuesten FWH-Anträge
– Tempo 30 rund um die Grundschule.
– Einberufung einer Einwohnerversammlung , um die Bürger über
den Stand der Planungen der A 20 und deren mögliche Auswirkung
auf die Gemeinde Heist zu unterrichten.
Nebenbei finden die Aktiven in der FWH auch noch Zeit, diverse Veranstaltungen
zu organisieren: Ein Vortrag über den ungeliebten Marder auf Dachböden
(280 Besucher), Weihnachtsmärchen (200 Besucher), Gospelkonzert (340
Besucher), Oster- und Weihnachtsbasteln für Kinder (je 40 Teilnehmer),
Fotoausstellung (250 Besucher), Spieleabend (20 Teilnehmer) - das
waren die herausragenden Veranstaltungen für Heistmer in den vergangenen
Monaten. Und natürlich das Dorfblatt: Es wird seit genau acht Jahren
herausgegeben. Auch für 2001 sind wieder eine Fülle
von Aktivitäten geplant.
Bei den Wahlen zum Vorstand standen die Mitglieder Schlange: Es gab
wesentlich mehr Bewerber als Posten zu vergeben waren. Neben Sylvia Marquard
wurden Carmen Egdorf (stellvertretende Vorsitzende), Susanne Sorgenfrei
(Schriftführerin) und Petra Strube (Kassenwartin) gewählt. Auf
eigenen Wunsch ausgeschieden sind der bisherige stellvertretende Vorsitzende
Theo Hannken und die langjährige Kassenwartin Ute Herrmann. Beide
sind aber weiterhin in verschiedenen Gremien und Ausschüssen der FWH
tätig. Zu Beisitzern wurden Michael Körner, Helmut Eisengarten,
Wolfgang Aschert und Alfred Reinicke gewählt.
Die Vorstandssitzungen sind stets offen für alle Mitglieder –
und dieses Angebot wird gerne genutzt: Bis zu 20 Aktive nehmen regelmäßig
an den monatlichen Sitzungen teil.
Heist – Zwölf Mädchen und Jungen aus Heist werden in
diesem Jahr in der Moorreger Kirche konfirmiert.
Am 29. April: Alena Busch, André Gröhnke und Charlotte
Jensen.
Am 6. Mai: Alexander Albrecht, Dominik Lippold, Martin Schwichow, Marco
Timm, Jan-Malte Witthohn und Nils Raabe.
Am 20 Mai: Manuela Folkerts, Thorsten Hinz und Bianca Marquard.
Heist – Das große Ereignis rückt immer näher:
Vom 13. bis 15. Juli wird in Heist das Dorffest aus Anlass des 725-jährigen
Bestehens der Gemeinde gefeiert. In diesen Tagen treffen sich noch einmal
die Vertreter der beteiligten Vereine, um gemeinsam die letzten Feinheiten
festzulegen. Schon bei den vergangenen Treffen hat sich gezeigt, dass eine
Fülle von Ideen eingebracht wurden, um das Fest zu einer runden Sache
zu machen. Spiele für Kinder, Wettbewerbe für Erwachsene, Flohmarkt,
Preisskat, ein Zeltgottesdienst und vieles mehr soll die Heistmer an den
drei Festtagen auf den Platz beim Sportplatz an der Hamburger Straße
locken.
Weil es ein geschichtsträchtiges Fest werden soll, steht das Mittelalter
im Vordergrund: Die Gruppe „Auratum“ aus Hamburg wird auf dem Festplatz
ein kleines Mittelalterdorf aufstellen und die Sitten und Gebräuche
der Menschen von damals vorstellen. Schon in den Tagen zuvor beschäftigen
sich die Schüler der Grundschule während einer Projektwoche ausgiebig
mit dem Mittelalter - auch mit der Unterstützung von „Auratum“.
Natürlich wird auf dem Dorffest auch wieder geschwoft: Disco am
Freitag, der Dorfball am Sonnabend und die Oldie-Disco am Sonntag. Prominente
Gäste bringen die Sache in Schwung. Die Grundschule feiert am Freitag
ihr Schulfest, die Senioren werden am Sonntag zu Kaffee und Kuchen eingeladen.
Noch allerdings hat der Festausschuss alle Hände voll zu tun, um zum
Jubiläum ein richtig rundes Dorffest auf die Beine zu stellen.
Heist – Zu Beginn des Jahres werden in den Vereinen die Karten
neu gemischt und auf den Jahreshauptversammlungen die Vorstandsposten vergeben.
Das hat sich in Heistmer Vereinen getan.
– Beim TSV Heist wurde Kirsten Both als Vorsitzende bestätigt.
Neuer Stellvertreter ist Jan Rechter, neue Kassenwartin Hellen Ossenbrüggen,
Schriftführerin Eike Wiechers, Jugendwart Christian Herrmann.
– Nach 18 Jahren hat der VTF Heist (Verein für Turnen und Freizeitsport)
einen neuen Vorsitzenden: Bernd Herrmann hat Dieter Unruh abgelöst,
der aber immer noch Kreisturnwart ist. Neuer Schriftführer wurde Helmut
Eisengarten.
– Nach sieben Jahren gab Anke Neitzke das Amt der Vorsitzenden beim
Frauenchor „Sing mit“ ab. Nachfolgerin ist Heimke Sobiech. Zur Stellvertreterin
wurde Elke Lehnig gewählt, zur Schriftführerin Ingrid Barz, zur
Kassenwartin Christel Behncke.
– Beim Haus der Jugend Moorrege-Heist e. V. wurde Sabine Dressler als
Vorsitzende wiedergewählt, ihr Stellvertreter ist Günter Krziwanie,
seine Frau Ulrike ist weiterhin Kassenwartin. Neu im Vorstand ist Schriftführerin
Regina Wulff und die Beisitzer: Anke Börner, Maik Dormann und Thomas
Strehl.
Heist – Das ist neu in Heist: Seit September vergangenen Jahres nutzt die Fachkosmetikerin und medizinische Fußpflegerin Elisabeth Eick aus Hamburg-Harburg einen Raum im Ärztezentrum. Neuerdings bietet sie auch Reiki-Behandlungen zum Stressabbau und zur positiven Energieverteilung an. Termine gibt es bei ihr nur nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer: 8 25 30.
Am nächsten Sonnabend, 7. April, findet in Heist wieder die Strauchgutaktion der Gemeinde statt. Leider, wie schon häufiger moniert, mit Beginn der Osterferien, so dass viele Heistmer keine Möglichkeit haben, daran teilzunehmen. Genau betrachtet, scheint es vielen Bewohnern der Gemeinde auch schlichtweg egal zu sein, ob die Gemeinde diesen Service anbietet oder nicht. Denn Strauchgut wird das ganze Jahr über völlig problemlos entsorgt: Wer regelmäßig durch den Heistmer Wald spaziert, stellt unschwer fest, dass die Gartenabfallberge wachsen und wachsen. Tannenbäume, Rasenschnitt, Laub, Äste - das „Paradies“ für Gartenbesitzer liegt zwischen Tannenstraße und Kreuzweg. Aber auch andere Waldgegenden sind für die Entsorgung durchaus angenehm. Hauptsache, alles geht schnell und reibungslos. Der kurze Weg mag dafür angenehm sein, ärgerlich ist er allemal.
Heist – Über den Zustand des Parkplatzes am Friedhof haben sich wahrscheinlich schon viele Heistmer geärgert: Schlaglöcher, Schotter und Pfützen machen den Besuch auf dem Platz zu einem unangenehmen Erlebnis - für Mensch und Auto gleichermaßen. Das soll sich ändern: Die Gemeindepolitiker sind sich einig, dass der Platz ausgebaut und befestigt werden soll.
Heist – Die „Wurzelkinder“ sind ganz besonders kernig:
Wind, Regen und Schnee, das alles macht ihnen nichts aus. Für 15 Heistmer
Kinder ist der Wald ein großer Kinderspielplatz. Regina Raabe hat
die private Waldgruppe der drei bis sechs Jahre alten Kinder ins
Leben gerufen.
Zweimal in der Woche, jeweils dienstags und mittwochs, treffen sich
die 15 Kinder am Schlackenweg, um von dort ein Stück in den Wald hinein
zu gehen.
Seit August vergangenen Jahres gibt es die Gruppe der „Wurzelkinder“
- und alle haben den Winter prima überstanden. Sozialpädagogin
Regina Raabe und Kinderpflegerin Folke Billerbeck beschäftigen die
Kinder dort wie in einem richtigen Kindergarten: Es wird gemeinsam gefrühstückt,
gespielt und gebastelt. Aber alles findet an der frischen Luft statt. Das
bedeutet für die Eltern, sie müssen ihre Kinder wettergerecht
anziehen.
Sollte es zu sehr regnen, wird eine Plane aufgespannt. Wenn es mal
stark stürmt, treffen sich die Kinder auf dem Spielplatz Im Dorfe.
Für den Notfall - der bisher übrigens noch nie eingetreten ist
- haben die beiden Betreuerinnen natürlich ihr Handy dabei. „Es läuft
prima, und wir wollen weitermachen“, sagt Regina Raabe, die donnerstags
für den Schulverein auch eine Waldspielgruppe für ältere
Kinder leitet (14.30 bis 17.30 Uhr). Die Eltern zahlen pro Vormittag
(8.30 bis 11.30 Uhr) zwölf Mark. Nach den Sommerferien soll der Waldkindergartenbetrieb
übrigens auf drei Tage pro Woche ausgedehnt werden.
Unter Tel. 8 13 94 können die Kinder bei Regina Raabe angemeldet
werden.
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Verantwortlich für den Inhalt:
Sylvia Marquard
Redaktion:
Rudi Jahn, Frank Knittermeier, Andrea Kroeger-Körner, Susanne
Sorgenfrei
Zeichnung und Titel: Peter Giesel
9. Jahrgang, 4/2001. Auflage: 1.100.
Druck: Renate Tribbe,
Industriestraße 6, Moorrege.
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